Eine Hausverlosung hört sich erst einmal sehr reizvoll an. Schon öfters hat man in den Medien von solchen Aktionen gehört, auch wenn es grundsĂ€tzlich nur um Verlosungen im Ausland ging. Sicherlich ist so etwas interessant, fĂŒr jeden der sich schon immer ein Haus gewĂŒnscht hat, und es sich selbst nicht leisten kann.
Persönlich wĂŒrde ich sofort ein Los fĂŒr eine solche Verlosung kaufen, wenn der Preis stimmen wĂŒrde. Sicherlich wĂ€re ich selbst nicht dazu bereit mehrere hundert Euro zu investieren, um vielleicht nur einer aus zweitausend, oder dreitausend, Teilnehmern zu sein. Dazu wĂ€re mir die Gewinnchance persönlich nicht hoch genug. Objektiv betrachtet ist die Chance 1:3000 fĂŒr, sagen wir einmal 500 Euro, zu sein immer noch gröĂer als 1:10.000, fĂŒr 50 Euro. Hierbei muss sich jeder selbst ĂŒberlegen, was ihm eine solche Verlosung wert ist.
NatĂŒrlich gibt es gewisse Voraussetzungen, die bestehen mĂŒssten, damit ich persönlich an einer solchen Verlosung teilnehmen wĂŒrde. Eine ânormaleâ, privat Organisierte Hausverlosung, deren Ziehung in keinster Weise ĂŒberwacht wird, hĂ€tte immer, irgendwo den Charakter eines Betruges. Vielleicht bin ich in solchen Dingen auch ein gebranntmarktes Kind, aber wer garantiert mir, das ich auch wirklich eine Chance habe, als Gewinner gezogen zu werden!? Vielleicht wird das Haus ja nur verlost, und ein festgesetzter Gewinner verkauft dem ursprĂŒnglichen Besitzer das Haus fĂŒr 20.000 Euro, wenn die Verlosung vorbei ist.
Nun sicherlich mag es gesetzliche Voraussetzungen geben, unter denen eine entsprechende Verlosung durchgefĂŒhrt werden darf, aber ein bitterer Beigeschmack wĂŒrde immer irgendwo bleiben.
Wenn man nun aber bedenkt, das auch ich, fĂŒr meinen Teil, bei hohen Lottojackpots anfange Lotto zu spielen, dann sind meine bisherigen Gedanken vielleicht ein wenig unverstĂ€ndlich, ist doch die Chance 1:18.000.000 wesentlich geringer, und der Traum vom âPottâ, als Einzelgewinner, noch unwahrscheinlicher, aber hier ist die Hemmschwelle, durch geringere Investitionen, tiefer.
Theoretisch hört sich das ganze recht gut an, und es ist fraglich warum so etwas verboten sein sollte. Mit meinem eigenen Besitz kann ich schlieĂlich machen, was ich möchte. Sollte nun jemand das BedĂŒrfnis haben, sein Haus zu verlosen, so sollte ihm diese Möglichkeit gegeben sein, nicht nur in Ăsterreich. Das Risiko ist ĂŒberschaubar, und wenn eine solche Aktion vernĂŒnftig angegangen wird, kann sie eigentlich auch nicht zum Nachteil des Besitzers werden. NatĂŒrlich gilt dies nur fĂŒr halbwegs begehrte Wohngebiete, oder besonders interessante Objekte, aber generell sollte es grundsĂ€tzlich die Entscheidung des Hausbesitzers bleiben, was er wie verĂ€uĂern möchte. NatĂŒrlich spricht das deutsche GlĂŒcksspielgesetz gegen eine solche Verlosung, aber wenn sich unsere Politik damit beschĂ€ftigen wĂŒrde, dann gĂ€be es sicher entsprechende Möglichkeiten, eine gesetzlich kontrollierbare Ziehung zu ermöglichen. Man könnte entsprechende Plattformen anbieten, die dies ermöglichen. Der Nachteil ist allerdings das hier fĂŒr den Staat zu wenig Geld zu holen wĂ€re, also brauchen wir uns wohl keine Hoffnung auf eine Lösung zu machen.
Meiner Meinung nach ist eine solche Chance vielleicht reizvoll, und das Konzept geht sicherlich auf. Auch ich wĂŒrde mir bestimmt das ein, oder andere, Los zulegen, solange der Preis entsprechend stimmen wĂŒrde. GroĂe Firmen sind immerhin auch in der Lage Verlosungen durchzufĂŒhren, auch wenn es um HĂ€user geht. Privatpersonen sollten also grundsĂ€tzlich das gleiche Recht dazu haben. Damit ist, und bleibt die Hausverlosung immer noch ein interessantes Konzept, das durchaus viel Geld in die Kassen des Besitzers spĂŒlen kann. So kann man sich vielleicht vor einer drohenden Insolvenz retten, falls es probleme beim Hausbau gab, und jemand anderen glĂŒcklich machen. Das ganze muss jedoch, irgendwo, gesetzlich kontrolliert, und geregelt sein, denn nur wenn das Vertrauen stimmt, kann auch die Verlosung ein Erfolg werden.