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Die Finanzkrise geht mir am Arsch vorbei!

Hab ich geschlafen? Sind wir bereits mitten in der Finanzkrise oder steht uns diese noch bevor? Ich stelle deshalb diese Frage, weil seit der Euro-Umstellung, kommt es mir so vor, als ob die Industrie boomt wie nie zuvor. Unsere Geldbörsel-Finanzkrise hat doch bereits mit der Währungsumstellung begonnen.

 

Dafür braucht man kein großer Rechner zu sein. Wenn ich am Samstag zum Merkur oder Spar fahre und mein Wagerl mit Futter für das Wochenende fülle und an der Kassa 100 Euro ablege und mich anschließend Frage für was ich eigentlich soviel bezahlt habe, vor allem weil das gleiche Zeugs in Schilling sicher nicht mehr als 650 öS gekostet hätte.

 

In Italien haben die vor einen halben Jahr einen Aufruf gestartet in dem sie über die Medien verbreiteten man soll keine Gurkerl mehr kaufen, zumindest für „one fuckin’ day“, damit die Erzeuger mal ein bissel von ihren hohen Ross runterkommen. Und geklappt hat’s! Es stieß den Produzenten sauer auf und die Preise gingen gleich mal um 30% runter.

 

Beim Mittagessen ist es doch das Gleiche. Wenn man nicht das Glück hat und in einer Firmeneigenen Kantine zu Mittag schnattern kann, dann kostet ein normales Menü zirka 6,00 Euro, aber ohne Getränk. Wer jetzt noch ein Getränk mitkauft legt 100 öS dafür ab, oder sagen wir lieber 7.50 Euro das klingt doch tatsächlich nach weniger Cash.

 

Jetzt machen uns die Medien ganz deppert, von wegen unser Erspartes könnte in Gefahr sein. Welche junge Mensch hat den heute noch Geld übrig zu sparen? Geht doch alles drauf für Kredite, Pensions- und Lebensversicherungen oder eine private Krankenversicherung. Nicht zu vergessen eine gute Rechtschutzversicherung, weil streiten muss man in der heutigen Zeit sowieso wegen jedem Schaß.

 

Gott sei dank kam da heute die Meldung. Der Staat kann anstelle von 20.000 Euro für 100.000 Euro garantieren. Na Gott sei Dank! Jetzt brauche ich nur noch ein Weh, dass mit die 100.000 Euro gibt damit ich mir keine Sorgen mehr machen muss.

 

Das ist das angenehme an der G’schicht, was man nicht hat kann einem auch keiner Weg nehmen! ;)  Apropos Gott,  die Medien schreiben der Vatikan bunkert Gold ein, vielleicht ist das dann die erste Adresse wenn einem dann doch mal das Geld ausgeht.

 

Die meisten haben heutzutage doch ihre Kohle in tolle Investment-Fonds drinnen stecken. Damit lässt sich doch soviel mehr Kohle rausholen, im Gegensatz zu Sparbüchern. Wie einem aktuell die Börsentrends zeigen wäre wahrscheinlich am besten gewesen die paar Cent in einen Strumpf zu stecken und zum Nikolo den Enkeln zu schenken, anstelle von den ewigen Erdnüssen und ausgetrockneten steinharten picksüßen Dörr-Pflaumen.

 

So genug gesudert für Heut - ich investier mein Geld in Karotten Euer,

 

FELDHASE ZOBIEZO

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