Über kurz oder lang!

Bereits in den Anfängen menschlicher Evolution kam der Haarpflege eine besondere Bedeutung zu. Man kann sagen, dass die Haare einer Person damals durchaus als Statussymbol gegolten haben, denn nur wer die Zuwendung vieler Menschen genoß, konnte eine enorme Haarpracht wachsen und pflegen lassen.
Im Laufe der Jahrhunderte gab es die verschiedensten Trends und Kuriositäten in der Frisierkunst der Menschheit. Manche Methoden der Haarpracht ließen sich letztendlich nur durch Perücken realisieren, prägten aber ganze Epochen und Kulturabschnitte nachhaltig.
Unbestreitbar ist, das unser Haar schon immer Schmuck und Selbstdarstellung, Statussymbol und Lebensstil ist.
Jedoch bestimmen heutztage weniger Stand und Klasse unsere Haarpracht, sondern vielmehr Stars und Idole aus TV und Kultur. Promis setzen seit Generationen Trends bezüglich Mode, Lifestile und Hairstyling. Und die Fans wollen ihren Vorbildern so gut es geht nacheifern.
Rudolph Valentino, seines Zeichens italienischer Schauspieler und Sexsymbol der ersten Stunde, legte den Grundstein für ganze Generationen von Pomadenfrisuren. Der legendäre Bubikopf und die mondänen Wasserwellen der Damen aus dieser Zeit sind auch heute noch auf den Laufstegen der Welt zu finden.
Jede Zeit hat ihre Trends. Und alles kommt in der einen oder anderen Variation wieder.
Indem sie versuchen, sich durch Extravaganz von der sogenannten Masse abzuheben, setzen Prominente immer wieder neue Akzente in Lifestyle, Mode und Hairstyling. Aus Bewunderung finden sich so zahlreichen Nachahmer und ein neuer Trend entsteht. Je mehr die Stars also versuchen, sich ihre Einzigartigkeit zu bewahren, um so schneller variieren die angesagten Frisuren.
Aber auch die Stars erfinden das Rad nicht neu. Amy Winehouse läßt mit ihrer legendären Bienenstockfrisur einen Trend der 1960er Jahre neu auferstehen. Der Beehive gilt in den USA bereits als die meistkopierte Starfrisur dieser Saison.
Victoria Beckham startete mit ihrem Bob ein riesiges Comeback der Frisur, die bereits das Frisuren-Ranking im alten Ägypten angeführt hatte. Als echter Trendsetter hat Victoria ihren Bob allerdings ordentlich aufpeppen lassen: asymmetrischer Schnitt, ein betonter Nacken und eine dynamische Optik durch unterschiedliche Seitenpartien. Der Bob ist nicht mehr wegzudenken und immer trendy. So trägt zum Beispiel Katie Holmes den sogenannten Mod-Bob: präziser Stufenschnitt, franzige Konturen, etwas länger getragen. Eva Longoria ließ sich ihre Wallemähne auf Kinnlänge schneiden und auch Rihanna entschied sich für den Dauerbrenner in einem samtigen Schwarz.
Neu und innovativ am heutigen Bob ist die Kombination mit einem Pony. Der Pony ist wieder stark im Kommen und ein Must-Have in dieser und der kommenden Saison. Gerade, franzig, rund, schräg, glatt oder tief - der Pony ist das Kennzeichen dieses Sommers; und zwar für Frau und Mann.
Heutzutage schenken die Herren ihrer Frisur weit mehr Beachtung als noch vor 50 Jahren. Und das ist gut so. Sportlich, frech und selbstbewußt kommen die Männerfrisuren diese Saison daher. Der Nacken kurz und ausrasiert, das Deckhaar darf ruhig mal etwas länger sein. Bastian Schweinsteiger machte es auf dem Fußballplatz vor und viele Männer eifern ihm nach. Heutzutage kann und sollte “Mann” auch etwas eitel sein. Ab und an kann man rasierte Muster in den kurzgeschnittenen Haaren sehen. Tönen oder Färben ist erlaubt. Wichtig ist, dass das Styling im natürlichen Bereich bleibt. Als durchaus sehenswerte Trendsetter in diesem Bereich stehen das Frisurenchamäleon David Beckham und Beau Brad Pitt. Ausgefallen und sehr exzentrisch wirkt dagegen die Frisur des Leadsängers der Band Tokio Hotel. Starfriseure sind sich einig: Man, respektive frau muss nicht jeden Trend mit machen.
Ein Trend, der jedoch durchaus alltagtauglich ist, kommt ebenfalls aus Amerika nun auch nach Deutschland: der Hippie-Style. Lange Haare, Haarschmuck, gezwirbelte Strähnen und ein natürlicher Look lassen die Ära der 1960er erneut aufleben. Die Frisuren verdeutlichen den Grundgedanken und das Lebensgefühl der damaligen Jugendbewegung. Ein Mittelscheitel kennzeichnet diesen Trend. Viele Modedesigner favourisieren diesen Style auf ihren Modeschauen. Dieser Hair-Style entspricht dem beliebten femininen und unschuldigen Lokk und wirkt dabei auf natürliche Weise sehr edel. Der Mittelscheitel betont sehr stark das Gesicht und symmetrische Züge kommen wunderbar zur Geltung. Wichtig ist hierbei, dass das Haar mindestens schulterlang ist.
Lange Haare sind zeitlos und wirken immer weiblich und sexy. Die Trägerinnen langer Haare zeigen häufig, dass sie weniger Wert auf aktuelle Trends legen, sondern vielmehr die klassische, zeitlose Schönheit bevorzugen. Lange Haare passen immer!
Wer aber in dieser Saison mit dem neusten Trend gehen möchte, dem ist ein Besuch beim Friseur dringend zu empfehlen.
Agyness Deyn löst Jennifer Aniston ab.
Kenner der Branche gehen davon aus, dass die punkige Kurzhaarfrisur weit mehr Nachahmer finden wird, als der peppige Stufenschnitt der Rachel in Friends.
Kurze Haare sind der Renner in dieser Saison. Wer in puncto Trend und Style ganz vorne mit reden möchte, muss sich einfach diese Frisur schneiden lassen. Die Seiten sind kurz, der Nacken rasiert und das Deckhaar wunderbar lang. Es finden sich so eine Fülle von Styling-Möglichkeiten. Diese Frisur wirkt einfach erfrischend frech, liebevoll selbstbewußt und unwahrscheinlich aktiv. Das Gesicht der Trägerin kommt wunderbar zur Geltung und ein Schwanenhals findet die ihm zustehende Beachtung. Sarah Connor und Rihanna sind bereits große Fans dieses Styles. Mit diesem Haarschnitt bekommt jede Frau bewundernde Blicke, obgleich der auch leicht punkige Look provozierend und frech wirken kann.
Es muss nicht immer eine schmerzhafte Trennung sein, ein Wohnort- oder Arbeitsplatzwechsel, um eine Typveränderung vorzunehmen. Es macht einfach Spaß, die vielen Trends dieser Saison auszuprobieren. Etwas Mut, eine große Portion Neugier und die richtige Beratung eines Fachmannes - und man wird schnell selber zum Trendsetter. Es lohnt sich!

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